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Dienstag, 14. März 2017

Hemdenliebhaber

Irgendwie liegt die Liebe zu (Ober-)Hemden bei unseren Jungs in den Genen. Hemden werden hier von allen großen und kleinen Männern sehr gern getragen. Und zum großen Glück gibt es da auch noch einen Opa und einen Onkel, die beide einen sehr guten Geschmack bei diesem Bekleidungsteil haben. Hin und wieder gelangt eines ihrer (ehemals) guten und mittlerweile nicht mehr ganz perfekt aussehenden Stücke zur Weiterverarbeitung in meinem Nähzimmer.

 
So warteten dort schon längere Zeit ein Karohemd und ein einfarbig Blaues auf ihre neue Bestimmung. Eines Tages (im Januar...hüstel) packte mich der Ehrgeiz. Im festen Glauben, es kann ja wohl nicht so schwierig sein, schnitt ich zu. Zuvor hatte ich mich für das Hemd "Lenni" aus der Ottobre 6/12 entschieden.

 
Für den Kragen, die Knopfleiste innen, die inneren Manschetten und die innere Passe (die allerdings im Schnitt nicht vorgesehen ist) wollte ich den dunkelblauen Stoff verwenden.

 
Meine Ansprüche an die Synchronität und Passgenauigkeit des Karomusters hatte mich schon beim Zuschneiden sehr gefordert.

 
Das Nähen selbst gestaltete sich dann als Herkulesaufgabe. Jeder (fast jeder) Teilschritt kostet mich Überwindung, ihn überhaupt anzugehen. Ich habe/ musste das meiste mehrfach nachlesen, z.T. auch mehrfach wieder auftrennen, um dann festzustellen, dass ich es doch richtig gemacht hatte
  
 
Viele Stunden Arbeit und Frust stecken darin. Dabei sieht es doch ganz einfach aus. 
 
 
Letztendlich bin ich stolz auf mich, dass ich mich durchgebissen und das Hemd fertiggestellt habe.
Besonders freue mich über den gelungenen Kragen und die innere Passe.
 
Ein weiteres Hemd habe ich bisher (vorerst) trotzdem nicht geplant :-)
 
 
Nicht ganz so glücklich bin ich mit der Passform. Ich hatte extra eine Größe größer gewählt, als unser jüngster Hemdenliebhaber jetzt trägt und doch ist es sehr kurz (gute 2 bis 4cm hätte es länger sein können). Der Rest passt nämlich ganz gut.
 
Ihm ist es natürlich ganz egal. Er ist glücklich und weiß auch schon, was er nächsten Sonntag anziehen wird ;-)
 
***
 
Einen gelungenen Dienstag
Eure Manuela
 
 
Schnitt:
Karohemd "Lenni", Gr. 98, Ottobre 6/12
 
Stoffe:
2 recycelte Herrenhemden, Knöpfe ebenfalls wiederverwendet
 
Verlinkt bei:

Dienstag, 7. März 2017

Ohnezahn-Pulli für echte Sportler

Zu seinem Geburtstag musste unser Sportler angesichts der Umstände (wie schon am Sonntag beschrieben) natürlich auch ein besonderes Geschenk bekommen. Ursprünglich hatte ich an einen Hoodie gedacht, aber dann kaufte sich sein ältester Bruder einen einfachen Pulli (also ohne Kapuze) von einem großen bekannten Sportartikelhersteller und ich wusste, diese Art ist auch sein Stil.

Die Ähnlichkeit zu besagtem Pulli ist also durchaus gewollt, obwohl ich einen Streifen fairnesshalber weggelassen habe ;-)

 
Bei so viel freier weißer Fläche auf dem Vorderteil wollte ich mal wieder applizieren. Sehr aufwendig mag ich es nicht. Solche Extras müssen sich bei mir in einem zeitlich überschaubaren Rahmen halten. Bei Aennie hatte ich letztes Jahr dieses coole Ohnezahn-Geburtstags-T-Shirt gesehen und mich glücklicherweise rechtzeitig daran erinnert.

 
Blieb mir also nur, nach dem "Originalmotiv" zu suchen. Im Internet wurde ich natürlich schnell fündig. Ausdrucken, übertragen, aufbügeln, aufnähen und fertig! Besonders euphorisch war ich, als ich doch tatsächlich einen knallig leuchtend grünen Stoffrest für die Augen bei mir gefunden habe.

 
Tja, Fußball ist jetzt erst mal eine ganze lange Zeit gestrichen, aber sportlich aussehen kann man(n) auch auf der Couch ;-)

 
Der Schnitt des Pullis ist aus Pauline Dohmen`s Buch "Nähen mit Jersey - kinderleicht" ohne Änderungen in Gr. 128 (noch etwas reichlich, damit er auch im Herbst/ Winter noch passen wird).

 
Er muss sich herrlich tragen. Weißer, kuscheliger (aber nicht zu dicker) Wintersweat und schwarzer Sommersweat.
Das Motiv hätte im Nachhinein doch noch etwas größer sein können.
(Vermutlich bin ich nur wieder mal zu kritisch.)
 
 
 
Bei den Streifen musste ich mir etwas einfallen lassen. Da ich einen Streifen vom weißen Sweatstoff genommen habe, erschien dieser mir gefaltet viel zu dick. Mit einem Rollsaum-Nähfüßchen konnten aber diese Steifen problemlos dünn/ flach aufgenäht werden. Vorher hatte ich mit Schneiderkreide zwei Linien zur Markierung aufgezeichnet (wie auf dem Bild gut zu sehen ist) 
  
 
Den zweiten Streifen habe ich dann einfach füßchenbreit daneben angebracht. So ergibt sich ein sehr gleichmäßiges Bild.
 
 
***
Eine angenehme Woche
Eure Manuela
 
 
Schnitt:
 
Stoffe:
schwarzer Sommersweat im alten Stofflädchen "Joshfrosch"
weißer Winter-Sweat von Buttinette (aus meinem Bestand)
 
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Dienstag, 28. Februar 2017

Zwei kleine Eselchen...

Auch wenn wir selbst keine Faschingsfeierer sind, so finde ich es doch immer wieder schön, wie fantasievoll und engagiert unser Kindergarten ein Fest für die Kinder organisiert. Das diesjährige Jahresmotto heißt: "Wir musizieren", in wessen Zusammenhang das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" erzählt wurde. Das Thema für das Fest war damit gegeben. Die Kinder durften sich für ein Tier entscheiden und ihr Kostüm dazu basteln/ gestalten.
 
 
Warum meine Zwei kleine Eselchen sein wollten, weiß ich nicht, aber dieses Grautier schien allgemein sehr geliebt gewesen zu sein.
 
Der Große hat ein altes, weißes LA-Shirt mit grauer Stoffmalfarbe bestrichen (schön struppig :-)) und am Bauch mussten weiße Tupfen drauf (wo die Esel so ganz zotteliges Fell haben). Außerdem wünschte es sich eine kuschelige Kapuze mit Mähne und großen Eselsohren. Den Schwanz hat er aus ganz dicker Wolle gekordelt.

 
Dem Jüngeren konnte ich nur ein dunkelgraues LA-Shirt mitgeben, das er dann mit hellgrauer Stoffmalfarbe bestrichen hat (sein Fell ist scheinbar besonders glatt gestriegelt ;-)). Dafür wollte er gaaaanz viele weiße Zotteltupfen am Bauch. Für die Ohren hat er einen Stirnreif gewählt mit Wollpuschel als Mähnenandeutung und Lederohren. Sein Schwänzchen ist deutlich dünner aber dafür länger :-)

 
Ich finde diese Umsetzungen total süß und bin jedes Mal überrascht, welch genaue Vorstellungen Kinder haben und wie kreativ sie diese realisieren. Kein Esel, Hund, Katze oder Hahn glich dem anderen, obwohl sie die Kostüme über die letzten Wochen gemeinsam im Kindergarten herstellten. 
Beim Fest letzte Woche hatten dann alle auch richtig viel Spaß, besonders bei den tierspezifischen Spielen und natürlich einem reichhaltigem Büffet :-)
 
***
 
Wir machen jetzt erst einmal Ferien. Die Kinder haben jede Menge geplant. Hoffentlich macht das Wetter mit. Einen kleinen Frühlingsvorgeschmack gab es ja gestern schon (der heute leider schon wieder im Regengrau verblast :-(
 
 
Dann wünsche ich allen eine gute Woche
Eure Manuela
 
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Dienstag, 21. Februar 2017

Socken mit ohne Muster...

Nachdem unser Ältester seine Jockelsocken bekommen hatte, habe ich gleich das nächste Paar für unseren zweitältesten Sohn angeschlagen. Diesmal ganz einfache, da ich unbedingt die Wolle mit dem Farbverlauf aufbrauchen wollte und ein Muster darin vielleicht störend gewesen wäre. Die helle Wolle passte wunderbar als Ergänzung. Bündchen, Käppchen und Spitze wollte ich sowieso mit dieser stricken. Dass die farbige Wolle schon viel früher zu Ende war, fällt so fast nicht auf.
 
 
Da der Farbverlauf sehr unterschiedlich war, habe ich beide Socken mehr oder weniger parallel gestrickt, um ein einigermaßen gleichmäßiges Bild hinzubekommen. Am Ende gab es jede Menge Fäden zu verstechen :-)
 
Der Bub ist nun zufrieden (und ich etwas schockiert, dass er auch schon so große Füße wie ich....er ist doch erst...:-))
 
Das nächste Projekt habe ich auch schon auf den Nadeln. Diesmal keine Socken! Ich hoffe, ich kann davon dann demnächst berichten.
 
Zuvor möchte ich aber unbedingt meine Nähherausforderung fertigstellen. Die Motivation dafür ist allerdings gerade im Keller. Umso besser, wenn man sich mit ein paar Stricknadeln ablenken kann :-)
 
***
 
Bis dahin
Eine kreative Woche
 
Eure Manuela
 
Wolle:
Sockenwolle Wollbutt von Buttinette
 
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Donnerstag, 9. Februar 2017

Roboter-Träume

 Dieser freche Lump brauchte dringend einen neuen (Lieblings-)Schlafanzug, denn aus seinem bisherigen ist er nun endgültig hinausgewachsen. Doch wie wird ein Schlafanzug zum Lieblingsschlafanzug?
 
Natürlich muss er bequem und "cool" sein und am allerbesten ist es, wenn es unbedingt diiiiiiese Stoffe sein müssen :-)
 
 
Der junge Mann sah mich nämlich meinen Stoffvorrat neu ordnen, entdeckte dabei zufällig diese Nickistoffe und beanspruchte sie auch gleich für sich. Nun ist Nicki nicht unbedingt mein Lieblingsmaterial, obwohl es sich gar nicht sooo schlecht verarbeiten lässt (von der Fusselei mal abgesehen). Doch die Idee daraus für ihn einen Schlafanzug zu machen, gefiel auch mir sehr gut (warum bin ich da nicht schon viel früher draufgekommen?)
 
 
Somit hatte er schon einen Tag später einen neuen Lieblingsschlafanzug (und auch bisher das Verschwinden des anderen gar nicht bemerkt ;-))
 
***
 
Einen ausgeschlafenen Donnerstag
Eure Manuela
 


Stoffe:
Roboternicki by poppy, vom Stoffmarkt vor ca. 3 Jahren
blauer Nicki, ebenfalls vom Stoffmarkt vor ca. 3 Jahren

Schnitte:
Modell 34 + 35 aus der Ottobre 6/09, Gr. 98

Verlinkt bei:
sew mini

Sonntag, 29. Januar 2017

Sonntagsfreude....Jockelsocken und ein schönes Buch

Zum Glück gerade noch rechtzeitig zu den eisigen Temperaturen fertig geworden. Die Socken für unseren Ältesten. Gewünscht in dezentem Grau. Richtig männermäßig.
 
Dazu habe ich eine wunderbare Sockenmustersammlung für Männer gefunden. Hier findet man wirklich traumhafte Muster, geballt auf einer Seite :-)
 
Ich hatte mich für die Jockelsocken entschieden. Das Muster sieht von weitem wie ein Zopf aus, besteht in Wirklichkeit aber nur aus rechten und linken Maschen, die entsprechend versetzt gestrickt werden. Ein toller Effekt!
 
 
Zeit zum Lesen hatte ich auch. Abends auf der Couch. Immer nur ein paar Seiten in dem Buch  "Frauen auf dem Land* Eigenständige Landwirtinnen, stolze Sennerinnen, freiheitssuchende Sommerfrischler und viele andere, damals wie heute". Wunderbar geschrieben, nette Anekdoten, nachdenklich machende Fakten, historische Zeugnisse und schöne Bilder geben einen sehr breitgefächerten Einblick in das Leben und Denken der Frauen, die das Leben auf dem Land meistern (mussten/müssen) damals wie heute. Es wird meist aus Biografien von einfachen Mägden, Bäuerinnen und Sennerinnen erzählt, aber auch von Hebammen, Pastorenfrauen oder Ärztinnen. Auch besondere Frauen wie die Agrarwissenschaftlerin Margarete von Wrangell, die Gründerin des ersten Ländlichen Hausfrauenvereins Elisabeth Boehm oder die ersten Bio-Bäuerinnen Lili Kolisko, Maria Müller und Lady Eve Balfour werden vorgestellt. Vieles war für mich völlig neu. Richtige Aha-Erlebnisse. Das liegt vermutlich daran, das heute ein sehr romantisches Bild des bäuerlichen Lebens gezeichnet wird álá LandLiebe/ LandLust ect.. 
Dabei stellt das Buch keineswegs das Landleben negativ dar. Ganz im Gegenteil den Frauen, egal aus welchem Stand, wird ein großes Maß an persönlicher Stärke, Emsigkeit und Kreativität bei der Bewirtschaftung zugesprochen gepaart mit einem guten Selbstständigkeitsbewusstsein.
 
Ich habe dieses Buch jedenfalls sehr genossen und kann es nur weiter empfehlen :-)

 
***
 
Einen gesegneten Sonntag
Eure Manuela
 
 
 
Noch mehr Sonntagsfreude gibt es bei Rita.
 
*affiliated Link

Sonntag, 20. November 2016

Sonntagsfreude....Restesocken

Schon als ich die Socken für unsere Midi gestrickt habe, saß unser Jüngster immer neben mir und fragte, ob ich grad an seinen stricke. Ihm war schon klar, dass bei den vielen Verneinungen, die ich ihm damals geben musste, irgendwann einmal ein Ja dabei sein wird :-)
 
 
Und nun sind sie auch tatsächlich fertig. Seine Socken! Drei kleine Restknäule konnte ich vollends aufbrauchen. Das war allerdings mühsamer als man sich vielleicht vorstellen kann, da ich beide Socken parallel stricken musste, damit sie gleichmäßig werden.
 
 
Nun habe ich wieder ein großes Knäul angeschlagen (wie vielleicht im letzten Post schon erkannt), denn sogar unser Ältester hat Bedarf bzw. Wunsch angemeldet. So etwas lässt doch ein Mutterherz höher schlagen :-)
 
***
Einen erholsamen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche
Eure Manuela
 
 
verlinkt:

Dienstag, 15. November 2016

Mütze im Hahnentrittmuster mit Anleitung

Neue Jacken haben hin und wieder den Nachteil, dass die alten Mützen nicht mehr dazu passen. Also musste mal wieder eine neue her.
 
Nach einem Blick in meinen Wollevorrat habe ich mich für eine Farbkombination aus Orange, Petrol (das den Jackenfarbton ziemlich exakt trifft) und Schwarz entschieden. Den Kopfumfang habe ich, aus welchem Grund auch immer, mit 56cm angenommen. Sie wird damit wohl auch die nächsten Jahre noch passen.
 
 
Die Wolle (Merino extrafein) ist nicht wirklich dick mit 165m/50g (ich habe ein 3,8er Nadelspiel benutzt), doch durch das Muster entsteht auf der Rückseite eine doppelte Lage, die auch den Wind gut abhält.
 
 
Zum ersten Mal habe ich diesmal mit zwei Händen gestrickt, d.h. eine Farbe lief über die rechte Hand und die andere über die linke. Es ist erstaunlich wie schnell man diese Technik verinnerlicht und flott vorankommt. Wer nicht ganz genau weiß, wovon ich rede, es gibt auf YouTube einige Videos z.B. dieses, die diese Technik für Fair Isle Muster ganz gut zeigen.
Eigentlich sollte in Korrespondenz zum Bündchen noch eine schwarze Bommel drauf, aber die Sonne hatte am Wochenende so schön geschienen, dass sie gleich von den Nadeln weg für einen Waldspaziergang angezogen werden musste. Die Bommel hat es mittlerweile aber trotzdem dorthin geschafft :-)
 

 
Falls die Mütze euch auch so gut gefällt wie mir und ihr sie gern nacharbeiten wollt, habe ich eine Mini-Anleitung zusammengestellt:
 
Ihr braucht: 3 Farben à 50g Wolle, ein Nadelspiel 3,5 - 4
 
Eine Maschenprobe ist sehr hilfreich sowie der Kopfumfang.
 
Anschlag: 112 Maschen (28 M pro Nadel); die Maschenzahl muss durch 8 teilbar sein
 
Bündchenmuster: 2re, 2li
 
Im Bündchenmuster 2 Rd. schwarz und 8 Rd. petrol stricken (insges. ca. 4cm).
 
1 Rd. glatt re petrol
 
2 Mustersätze im Hahnentrittmuster stricken
 
 
Nach ca. 8cm ab Bündchen 1 Rd. glatt re orange.
 
Danach mit den "Propellerabnahmen" beginnen; dazu die ersten beiden und die mittleren beiden M einer jeden Nadel aller 2 Rd. re verschränkt zusammenstricken bis sich die Maschenzahl halbiert hat. Ab dann in jeder Rd abnehmen bis nur noch 2 M pro Nadel übrig sind. Diese mit einem doppelten Faden fest zusammenziehen.
 
Fäden verstechen. Bommel fertigen und annähen.
 
Fertig!
 
Ich weiß, es ist nicht perfekt (ein Kuchenrezept kann ich deutlich leichter wiedergeben :-)), aber ich hoffe es ist einigermaßen verständlich.
Ganz arg würde ich mich natürlich freuen, wenn der eine oder andere es ausprobieren würde und mir eine kurze Info zum Ergebnis gibt.
 
***
 
Eine kreative Woche noch.
Eure Manuela
 
 
verlinkt:
 

Dienstag, 8. November 2016

Mein Meisterstück :-)

Manchmal ist es einfach notwendig, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Da ist es nicht genug, nur ein neues Kleidungsstück zu nähen (auch wenn es dringend benötigt wird). Da muss es etwas sein, das nicht innerhalb eines Abends genäht ist und vor dem ich mich bisher gern gedrückt habe.
 
Es gibt bei mir einige Projekte, die diesen Anspruch Rechnung getragen hätten.
 
Ich habe mich diesmal für eine Hose entschieden.
 
 
Eine richtige Hose! Eine Hose mit Reißverschluss, Gürtelschlaufen, vielen Steppnähten. Eine Hose aus schwarzem, recht festen, schmalen Cord. Eine Hose deren Passform ich gut kenne, da ich sie hier schon einmal aus dünnerem elastischem Jeansstoff für seinen großen Bruder genäht habe und die ihm nun sehr gut passt.
 
Den Schnitt brauchte ich zum Glück nicht noch einmal durchzeichnen. Ich habe wieder Gr. 92 verwendet. Lediglich die Beine sind um ca. 3cm verlängert wurden, damit sie noch etwas länger passt.
 
 
Da klebt doch nun tatsächlich ein kleiner Rest eines Laubblattes an seiner Hosentasche. Ich denke die Rückseite kann man sich trotzdem ganz gut vorstellen :-) 

 
Mächtig stolz war der kleine Mann, als er seine neue Hose anprobieren durfte. Sogar die Großen meinten, sie sähe richtig edel aus. Der Cord glänzt auch tatsächlich leicht. Die Fotos geben das ganz gut wieder.
 
 
Wenn dann aber der große Bruder von innen ruft, ist die Fotosession ganz schnell beendet.

 
Achja, ich habe auch noch einen Lochgummi in den Hosenbund eingearbeitet. Ich war ganz stolz, rechtzeitig an die entsprechenden Knopflöcher zu denken. Für mich gänzlich unverständlich Kinderhosen ohne solche Gummis zu konzipieren :-)

 
Zum Absteppen habe ich einen leicht glänzenden Beigeton (also kein Weiß) verwendet. Es ist erstaunlich, wie stimmig die beiden Farben wirken. Die vielen Nähte haben mich allerdings sage und schreibe 2 1/2 Garnrollen gekostet (dabei brauchten die Unterfadenspulen gar nicht aufgespult werden, denn ich hatte noch 3 von ihnen). Das sieht man so einer (kleinen) Hose gar nicht an :-)

 
Vom Bundbeleg und den Taschenbeuteln habe ich jetzt gar kein Foto gemacht. Ihr müsst es mir also einfach glauben :-). Ich habe eine Art Rockstoff in (richtig geraten) Beige verwendet.
 
Für mich ist diese Hose mal wieder der Beweis: "Übung macht den Meister". Es lief noch nicht alles perfekt, aber schon viiiiiiel besser als beim ersten Versuch. Ich werde mich also wohl öfter an "richtige" Hosen (keine Schlupfhosen) wagen müssen, um mehr Routine zu bekommen.
Dann nähe ich so eine Hose vielleicht auch an einem Abend :-)
 
***
 
Eine kreative Woche
Eure Manuela
 
 
Schnitte:
Jeans/ Cordhose "Lontoon Poika", Gr. 92, Ottobre 6/12
 
Stoffe:
schmaler, fester Cord aus Altbeständen
 
verlinkt bei:

Dienstag, 1. November 2016

"Works Company"

Das Stoffdesign "Works Company" von Little Darling ist bei diesem jungen Mann und neulichem Geburtstagskind Lebensmotto.
 
 
Dass der Schnitt recht großzügig ausfällt, wusste ich von seinem großen Bruder, dessen neuen Hoodie ich hier letzte Woche gezeigt habe. Trotzdem habe ich ganz mutig zur Größe 98 gegriffen (wäre sowieso die kleinste Größe bei diesem Schnitt gewesen...hüstl).

 
Das Kapuzenband habe ich diesmal mit einem orangefarbenen Zierstich abgesteppt, ebenso wie die Eingriffe an der Bauchtasche.

 
 Diesmal wollte ich auf diese Tasche nicht verzichten. Allerdings habe ich sie, anders wie im Schnitt angegeben, unten bündig aufgesetzt, so dass das Bündchen genau anschließt.
 
 
 Die Bänder an der Kapuze verlaufen diesmal auch etwas anders. Ganz unbeabsichtigt, finde ich sie so aber noch besser. Geplant waren wieder Knopflöcher statt Ösen (bei den größeren Größen werde ich in Zukunft vermutlich den Tipp mit Snap pap oder Lederstücken aufgreifen - vielen Dank liebe Marit!). Doch hatte ich nicht bedacht, dass meine geliehene Nähmaschine die Knopflöcher genau andersherum ansetzt wie meine eigene. Nun hatte ich also zwei sehr ungleiche Knopflöcher, denen ich dann einfach zwei gegengleich ungleiche Knopflöcher hinzugefügt habe :-) Damit läuft das Band nun nicht mehr in die Halsausschnittkante, womit die ganze Kapuze anders fällt.

 
Ich hoffe, ich kann meine Nähpläne auch diese Woche so zielgerichtet umsetzen, wie ich das geplant habe, doch erfahrungsgemäß sind die Ferien immer ein gewisser Ausnahmezustand ;-)
 
Wir sind also vermutlich die ganze Zeit draußen, um noch jeden Sonnenstrahl einzusaugen.
 
***
Erholsame Grüße
Eure Manuela
 
Schnitte:
Kapuzenpulli "Drops" Gr.98, Ottobre 4/16
 
Stoffe:
 Sweat "Works Company" by Little Darling
verlinkt bei:

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Die Wikinger sind los!

Selten habe ich so einen schönen und wunderbar griffigen Sommersweat vernäht wie diesen Susalabim-Wikingerstoff von Lillestoff.
 
Eigentlich gibt es gar nicht viel zu diesem Hoodie zu sagen. Ich  lasse einfach mal die Bilder sprechen.

 
Die Bänder der Kapuze habe ich statt durch Ösen durch einfache Knopflöcher geführt. Ich hatte schon oft davon gelesen, dass die Ösen gern ausreißen, auch wenn sie unterfüttert sind. Das wollte ich unbedingt vermeiden.
 


 
Genäht habe ich ansonsten wie es vorgegeben ist. Lediglich die Bauchtasche habe ich weggelassen. Die hätte sonst das tolle Design verdeckt ;-)
 
 
Zum Schnitt möchte ich vielleicht noch anmerken, dass er großzügig, also locker lässig konzipiert ausfällt. So konnte ich ruhigen Gewissens Gr. 116 zuschneiden, obwohl teilweise eigentlich schon die Gr. 122 getragen wird. Etwas kann ich auch schon verraten: Diesen Schnitt werde ich mit Sicherheit diesen Herbst/ Winter noch öfter vernähen :-)
 
 ***
Ganz liebe Grüße
Manuela
 
 
Schnitte:
Kapuzenpulli "Drops" Gr.116, Ottobre 4/16
Stoffe:
Sommer Sweat "Wikinger" by Susalabim von lillestoff
verlinkt bei:

Dienstag, 20. September 2016

Walli Watson Schlafanzug

...war so eigentlich gar nicht geplant!
 
 
Viel mehr wollte ich mal wieder mit dem hier sehr beliebten Steampunk-Schnitt (aus einer Ottobre) und dem Walli Watson Stoff von hier ein richtig cooles Shirt für unseren mittlerweile 5Jährigen nähen. Aber... irgendwie sah es dann doch zu sehr nach Schlafanzug aus und landete wieder auf bzw. hinter meinem Nähtisch....
 
Bis ich mich aufraffte und endlich eine Hose dazu nähte. Der Stoff reichte natürlich hinten und vorn nicht mehr, da ich ja auch schon andere Sachen, z.B. diese Kombi, daraus kreierte. Irgendwie sollte es aber trotzdem zusammengehörig ausschauen und so bekam die einfache graue Schlafanzughose (Schnitt aus einer älteren Ottobre) ein Walli Watson Bündchen und rautige Knieflicken.

 
Jetzt sieht das Ganze schon viel cooler aus. Und schlafen kann man darin auch wunderbar :-)
 
 
Dieser junge Mann ist jedenfalls ganz glücklich, dass die heißen Tage jetzt (vermutlich) vorbei sind und er wieder lange statt kurze Schlafanzüge tragen kann :-)
 
***
Ganz liebe ausgeschlafene Grüße
Eure Manuela
 
 
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Dienstag, 2. August 2016

Ein kleiner Boxenstopp

Seid Donnerstag sind hier nun auch Ferien und wir versuchen ein paar Gänge runterzuschalten. So richtig echt fühlt es sich noch nicht an. Aber ich hoffe, bis Ende der Woche wird sich das Ferienfeeling schon einstellen.
 
 
Ich weiß, viele genießen die Ferien mit einer kleinen Blog- und/ oder Nähpause. Ich hingegen hoffe, jetzt endlich wieder etwas Zeit zum Nähen und Bloggen zu finden.
 
 
Den Anfang macht ein "Brave Fireman T-Shirt" aus der Ottobre 3/13 in Gr. 92, eines meine Lieblings-T-Shirt-Schnitte für Jungs und schon sehr oft genäht :-)
 
 
Mein Ziel ist es immer , einen angeschnittenen Stoff möglichst umgehend komplett zu vernähen. Oftmals entstehen dabei die interessanteren Lösungen, auch wenn es doch sehr einem Puzzlespiel gleicht und ich stundenlang verschiedenste Stoff- und Restekombinationen durchprobiere. Jedenfalls konnte ich so den Autowerkstattjersey aus dem Post von hier mehr oder weniger aufbrauchen. Aus einem kleinen Restschnipsel konnte ich noch einen Automechaniker-Button ausschneiden. Dieser ziert nun seine Brust.

 
Für mich immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Stoffe je nach Schnitt und Stoffkombi zur Geltung kommen. Aber auch diese Zusammensetzung mag ich sehr (und dieser kleine Mann auch ;-))
 
***
 
Auf hoffentlich ganz bald wieder
Eure Manuela
 
 
 
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